Irrtümer

Einige Ernährungsirrtümer. Mehr davon in Ihrer persönlichen Infomappe.


Die bösen Eier?

Eier haben einen schlechten Ruf, weil sie angeblich viel Cholesterin enthalten. Es gibt jedoch kaum eine bessere Quelle für vollständiges Eiweiß. Außerdem finden sich im Ei viele Vitamine und Mineralien. Die angebliche Cholesterinbedrohung hat dazu geführt, dass wir lange Zeit weniger Eier gegessen haben. Doch es gibt bis heute keine klaren Beweise, dass viel Cholesterin in der Ernährung zu einem erhöhten Blutcholesterin führt. Die Universität Boston untersuchte in einer Studie die Ernährungsgewohnheiten von fast 1000 Personen. Dabei ließ sich kein Zusammenhang zwischen Eierverzehr und Sterblichkeit durch koronare Herzerkrankungen feststellen. Es gab auch keinen Unterschied in den Cholesterinwerten bei den Personen, die zwischen sieben und 24 Eiern und denjenigen, die nur zwischen null und zweieinhalb Eier in der Woche aßen.

Sind Dünne gesünder?

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine rechnerische Größe für Übergewicht. Der BMI errechnet sich aus Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße im Quadrat. Ein BMI von 19 bis 25 gilt als normal. Jeder Mensch mit einem BMI über 30 wäre demnach zu dick. Jeder fünfte Deutsche soll bereits einen BMI von über 30 besitzen. Doch der BMI und auch die Messung mit Körperfettwaagen sind kein zuverlässiger Indikator für ein Infarktrisiko. Denn es kann durchaus sein, dass beispielsweise ein gut trainierter Mann einen BMI von 30 hat, da er eine größere Muskelmasse besitzt. Körperfettwaagen messen, aus wie viel Muskeln, Knochen, Wasser und Fett unser Körper besteht. Doch auch Körperfettwaagen können den Zusammenhang von Körperfett und Herzinfarktrisiko nicht klären. Zum einen, weil diese Waagen sehr ungenau messen und zum anderen, weil das Infarktrisiko sich nicht allein durch die Menge an Fett im Körper kalkulieren lässt. Für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko ist die Fettverteilung maßgebend.

Gesundheitsrisiko Fettverteilung
Ob Übergewicht krank machen kann, hängt in großem Maß von der Fettverteilung ab. Der Birnetyp (Fett um Becken und Beine) kann etwas erleichtert sein. Der Apfeltyp hingegen (trägt einen dicken Bauch vor sich her) muss vorsichtig sein: Er ist sehr gefährdet, Herz-Kreislauferkrankungen zu erleiden. Dies stellten amerikanische Forscher nach der Auswertung von 40 internationalen Studien an Herzpatienten fest.

Quellen: Stiftung Warentest, Ökotest, Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Westdeutscher Rundfunk, Krank durch gesunde Ernährung/Pollmer/Fock, Wohl bekomms/Schmelzer-Sandtner und Populäre Ernährungsirrtümer/Warmuth.

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