Rezept aus dem Auge

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Bei der Iridologie wird das Auge betrachtet. Die Untersuchung ist schmerzlos, die Gabe von Augentropfen o. ä. ist nicht erforderlich.  Der früher benutzte Begriff der Augen- oder Irisdiagnose findet seit den 1980er Jahren keine Verwendung mehr, da man aus den Augen – außer im augenmedizinischen Sinne – keine Diagnose stellen kann. Die Iridologie ist ein hinweisdiagnostisches Verfahren, dass aus Aussehen und Veränderungen der Iris Erkenntnisse gewinnt.


Grundlage ist die Vorstellung, dass sich der gesamte Organismus mit allen seinen Organen in der Iris widerspiegelt: rechtsseitige Organe im rechten Auge, linksseitige im linken. Die Iris wird dabei wie eine Landkarte in verschiedene Zonen unterteilt, denen die entsprechenden Organe zugeordnet sind. Iriszeichen (Pigmentierung, Strahlen, Flocken etc.) geben Auskunft über genetische Veranlagungen, erworbene Belastungen oder akute Prozesse. In die Diagnose fließen außerdem die Bestimmung der Konstitution (erbliche Veranlagung), der Disposition (Neigung, gewisse Krankheiten zu entwickeln) und die Diathese (Neigung zu gewissen krankhaften Reaktionen) des Patienten ein.


Möglichkeiten und Grenzen der Iridologie

Die Iridologie ist eine Hinweisdiagnostik, die sehr gut geeignet ist, Hinweise auf eine bestimmte Krankheitsveranlagung oder die Gesamtkonstitution (körperliche und seelische Widerstandskraft) eines Menschen zu geben. So ist es möglich, Erkrankungen vorzubeugen und auf mögliche Krankheitsentwicklungen frühzeitig Einfluss zu nehmen. Vor allem können so Therapiekonzepte entwickelt werden, die den individuellen organischen Schwächen und Stärken angepasst sind und die persönliche Reaktions- und Heilungsfähigkeit des Patienten berücksichtigen. Somit ist die Iridologie ein wertvolles Instrument, um individuell das bestmögliche Arzneimittel bzw. den wirkungsvollsten Therapieansatz zu bestimmen.

Als alleinige Diagnostik ist die Iridologie nicht geeignet, die erhaltenen Hinweise bedürfen evtl. einer weiteren, auch schulmedizinischen, Abklärung. Eine akute Erkrankung ist mit Hilfe der Irisdiagnostik nicht zweifelsfrei zu diagnostizieren.

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